Schnee und Eis: Was Hausbesitzer beachten müssen

Bis Frühlingswetter den Schnee besiegt, wird es noch etliche Wochen dauern. Hausbesitzer stellt der Winter vor ganz eigene Herausforderungen.

In Bergregionen sind die Dachkonstruktionen auf große Schneemassen ausgelegt. Doch im urbanen Umfald kann die Schneelast zur Gefahr werden. Foto: Pixabay

Bis zum 20. März müssen sich die Menschen in unseren Breitengraden noch gedulden, bis der Winter wieder für eine Saison Sendepause hat und offiziell der Frühling beginnt. Und fast immer legt die kalte Jahreszeit vor allem im Süden der Republik noch einen Endspurt mit reichlich Schnee und Eis ein. Schon zehn bis zwanzig Zentimeter Schneedecke auf dem Dach können dabei bereits eine ordentliche Beslastung sein, mehrere Tonnen können so zusätzlich auf dem Dachstuhl lasten.

Was viele Hausbesitzer nicht wissen: Die maximal erlaubte Schneelast ist im sogenannten Standsicherheitsnachweis des Hauses vermerkt. Dabei ist nicht so sehr die Höhe, sondern die Zusammensetzung ein Kriterium. Bereits eine zehn Zentimeter hohe Schicht aus Nassschnee kann bis zu 40 Kilogram pro Quadratmeter wiegen. Deshalb sollte man im Zweifel nicht scheuen, bei Fachleuten um Rat zu fragen, wenn die Schneemasse auf dem Hausdach bedenkliche Höhen erreicht – Dachdecker oder auch die örtliche Feuerwehr wären hierzu passende Ansprechpartner.

Solarmodule nicht freiräumen

Besitzer von Solaranlagen sollten im Winter keinesfalls versuchen, das Dach zu besteigen und diese vom Schnee zu befreien. Die Anlagen sind in der Regel für entsprechende Schneelasten ausgelegt. Zudem tauen sie bei Sonneneinstrahlung relativ schnell auf Teilflächen an und entledigen sich so eigenständig ihrer winterlichen Abdeckung. Der Leistungsverlust bei verschneiten Solarmodulen liegt laut Experten im einstelligen Prozentbereich.

Neben dem Schnee können extrem niedrige Temperaturen für unangenehme Überraschungen sorgen, wenn dadurch Wasserleitungen und Ventile einfrieren oder sogar durch Vereisung ausgesprengt werden. Ein solcher Rohrbruch bleibt bei unbeaufsichtigten Außenleitungen zum Teil länger unbemerkt. Hier wird geraten, solche Rohre nicht in Eigenregie aufzutauen, sondern den Schaden von einer Sanitärfirma beheben zu lassen. Zu groß ist die Gefahr, dass sonst bei der aufgetauten Leitung ein unkontrollierbarer Wasserrohrbruch folgt. Sind der Wasserzähler oder die Versorgungsleitung des Hauses eingefroren, muss der Entstörungsdienst des jeweiligen Wasserversorgers benachrichtigt werden.

Via immowelt

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