Arbeitssicherheit: VW zeichnet Mitarbeiter aus

Das Thema Arbeitssicherheit hat bei vielen Arbeitgebern hohe Priorität. VW hat jetzt wieder Mitarbeiter ausgezeichnet, die bei diesem Thema besonderen Einsatz zeigten.

Kollege Roboter: In der Fertigung des VW Golf nehmen die Automaten den Mitarbeitern anstrengende Handgriffe ab. Foto: Volkswagen

Es liegt nicht nur aus ethischen und moralischen Gründen im Interesse von Firmen, eine möglichst sichere Arbeitsumgebung zu schaffen. Es ist auch ein wirtschaftlicher Aspekt, weshalb vor allem große Unternehmen entsprechende Anreize über Prämienprogramme und Wettbewerbe schaffen. So gibt es im VW-Werk Wolfsburg den Arbeitsschutzpreis „safety at work“, der Ende Februar erneut vergeben wurde, zum inzwischen immerhin 25. Mal.

Preisträger in diesem Jahr war Klaus-Dieter Weinhold vom Hallenservice Westrampe Fallersleben. Er hat sich dem Thema Sicherheit vor allem beim Einsatz von Gabelstaplern gewidmet. Dazu entwickelte Weinhold einen Geschicklichtkeitsparcours für Gabelstaplerfahrer, auf dem diese gefahrlos und mit entsprechendem Fun-Faktor ihren Umgang mit den Förderfahrzeugen optimieren können. Eine weitere Entwicklung waren die „Blue Spot“-Stapler, die mit markanten, blau leuchtenden Scheinwerfern ausgerüstet wurden. Sie signalisieren anderen Arbeitern durch den Lichtkegel das Herannahen der leisen Elektrofahrzeuge.

Robotermitarbeiter steigern Sicherheit

VW selbst rüstet auch technisch weiter auf, um sowohl Effizienz als auch Arbeitssicherheit zu steigern. In der Produktion des VW Golf wird mittlerweile eine sogenannte Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) eingesetzt. In der Triebsatzvormontage, dem Komplettieren der einzelnen Bauteile zu einem einbaufähigen Motor, wird mit Roboter-Hilfe gearbeitet.

„Die Mitarbeiter werden von dem Roboter bei ergonomisch ungünstigen und anstrengenden Routinetätigkeiten unterstützt. Der Mensch steuert und überwacht dabei die Prozesse. So können wir optimal die Stärken von Mensch und Roboter kombinieren und gleichzeitig die Fertigungszeit verkürzen“, erläutert André Kleb, Leiter Standortplanung Wolfsburg. „Die stetige Weiterentwicklung der Robotik ermöglicht zunehmend, dass Menschen und Roboter auf engstem Raum neben- und miteinander arbeiten können. Gerade im Tätigkeitsbereich der Verschraubungen sehen wir großes Potenzial, die Mitarbeiter körperlich zu entlasten“, sagt Dr. Martin Goede, Leiter Technologieplanung- und Entwicklung bei VW. Während des gesamten Zeitraums wurde das Projekt von der Abteilung für Arbeitssicherheit begleitet und letztlich freigegeben.

Via WAZ-Online

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