Hoverboards: Im Straßenverkehr verboten

Hoverboards dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden. Darauf weist die Polizei hin.

Sogenannte Hoverboards sind ein beliebtes Freizeit-Spielzeug. Doch im Straßenverkehr haben sie nichts verloren. Foto: Pixabay

Sie waren im zurückliegenden Weihnachtsgeschäft ein Renner: Hoverboards, im Fachjargon „Self Balance Scooter“ genannt, sind bei Jugendlichen und experimentierfreudigen Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Ihr Funktionsprinzip haben sich die Entwickler vom bekannten „Segway“ abgeschaut, der in vielen Metropolen inzwischen zum Straßenbild gehört. Bei den Hoverboards sind an den Seiten Rädern montiert, der „Fahrer“ steht auf einer Plattform in der Mitte. Über eine ausgetüfftelte Steuerelektronik hät das Board dabei die Balance und kippt nicht um.

Die Steuerung geschieht dabei über Gewichtsverlagerung. Beugt man sich nach vorne, wird beschleunigt, nach hinten wird abgebremst, gelenkt wird gleichfalls über entsprechende Bewegungen. Die Beliebtheit dieser Hoverboards resultiert aus ihrer durchaus beachtlichen Leistung. Je nach Modell erreichen sie ein Spitzentempo von bis zu 20 km/h, fast so schnell wie ein Mofa. Und sie erlauben eine Reichweite von immerhin rund 15 Kilometer, das ist genug, um eine Kleinstadt zu durchqueren. Anschließend lässt sich der Akku an einer Haushaltssteckdose wieder aufladen.

Schneller als die Polizei erlaubt

Diese Leistungsdaten und die Tragkraft von bis zu 120 Kilo sorgen dafür, dass immer wieder Menschen solche Hoverboards nutzen, um bequem von A nach B zu gelangen. Nicht nur Erwachsene, gerade auch Kinder sind dabei recht unbekümmert hinsichtlich der rechtlichen Konsequenzen, ein solcher Fal führte nun auch zur Warnung der Kreispolizeibehörde Höxter. In deren Einsatzgebiet wurden jüngst zwei Nachwuchspiloten angehalten und kontrolliert, die mit ihren Hoverboards auf einem Fußweg unterwegs waren.

Durch die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von über 6 km(h handelt es sich bei den Hoverboards im rechtlichen Sinne um Kraftfahrzeuge, mit allen Konsequenzen. Es wird ein Führerschein benötigt (Klasse B), außerdem müsste das Fahrzeug eine reguläre Straßenzulassung und eine Haftpflichtversicherung aufweisen. Da letzteres bauartbedingt nie der Fall ist, kommen auf die Fahrer entsprechende Konsequenzen (Strafanzeige, Bußgeld) zu. Im Fall der beiden kontrollierten Kinder, 10 und 12 Jahre alt, beließen es die Polizeibeamten zwar bei einem, so wörtlich, „verkehrsdidaktischen Gespräch“, auf die Eltern kommt dennoch eine Strafanzeige zu.

Via Presseportal

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