Kleinkinder: Gefahren durch Wäsche und Möbel

Die Verletzungsgefahr für Kleinkinder nimmt offenbar zu. Dieses Ergebnis hat eine US-Studie zum Inhalt, die jetzt veröffentlicht wurde.

Kleinkinder sind vor allem durch Stürze aus Tragen oder Kinderwagen gefährdet. Foto: Pixabay

In einer stetig sicherer werdenden Umgebung, in der Vernetzung und fortschrittliche Technik zunehmend Unfallgefahren beseitigen, klingt das Ergebnis einer neuen Studie aus den USA verwunderlich. Doch Forscher am Center for Injury Research and Policy at Nationwide Children’s Hospital haben festgestellt, dass die Unfälle von Kleinkindern zunehmen und ihre Studie nun veröffentlicht.

Demnach verletzten sich in den USA jährlich rund 66.000 Kleinkinder bei der Benutzung zum Beispiel von Kinderwagen, Babyschalen und Tragekörben. Diese Zahl sei in den letzten Jahren stark gestiegen, so die Forscher. Alle acht Minuten verletze sich demnach ein Kind durch den Gebrauch unsicherer Gegenstände. Zwar seien die Eltern zunehmend sensibilisiert und erkennen auch zunächst unauffällige Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung besser, dennoch steige die Zahl der Unfälle sprunghaft an.

Bettwäsche kann gefährlich sein

Die größe Unfallgefahr geht demnach von Produkten aus, in denen Babys und Kleinkinder getragen werden. Die meisten Verletzungen entstehen, wenn Kinder herausfallen oder solche Produkte nicht richtig funktionieren, erklärt Tracy Mehan vom Nationwide Children’s Hospital. Ein ebenfalls großes Unfallrisiko kann Bettwäsche bergen, wenn sie nicht richtig passt oder Kinder sich darin verwickeln können. Auch nicht zum jeweiligen Möbel passende Matratzen sind erstaunlich gefährlich, denn Kleinkinder können hier ihren Kopf zwischen Matratze und Möbelwand stecken, diesen aber je nach Lebensalter nicht mehr herausziehen. Wichtig sei es außerdem, so die Ergebnisse der Studie, schlafenden Babys keine Kuscheltiere oder Decken in die Babykrippe zu legen.

Als Ergebnis der Studie raten die Experten Eltern, möglichst neue Produkte zu verwenden, da sich die Sicherheitsvorschriften in der jüngeren Vergangenheit stark verbessert haben. Auch sollte man sich regelmäßig informieren, ob ein verwendetes Produkt eventuell Gegenstand eines Rückrufes ist. Rund 80 Prozen der aus Sicherheitsgründen zurückgerufenen Produkte bleiben in Verwendung, weil die betroffenen Eltern den Rückruf nicht erfahren haben.

Via Heilpraxisnet

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