Verkehrsunfälle: Deutlich weniger Todesopfer

Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr ist 2016 deutlich gesunken. Das geht aus einer ersten Analyse des statistischen Bundesamtes hervor.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2016 auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung gestiegen. Dabei kamen jedoch deutlich weniger Menschen ums Leben als im Vorjahr. Foto: Pixabay

3.241 Menschen verloren im Jahr 2016 im deutschen Straßenverkehr ihr Leben. Das ist das vorläufige Ergebnis der Erhebung durch das Statistische Bundesamt. Damit sinkt die Zahl der Todesopfer auf den niedrigsten Stand seit über 60 Jahren. Gleichzeitig bedeutet diese Zahl einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -7,1 Prozent. In den beiden Jahren zuvor war die Zahl der Verkehrstoten jeweils angestiegen, zuletzt um +2,9 Prozent.

Ein Grund für diese Entwicklung ist unter anderem in den Witterungsbedingungen zu finden. 2015 gab es einen milden Winter und sehr trockene, warme Frühlingsmonate, was zu einem deutlichen Anstieg der Todesopfer unter den Motorradfahrern führte. Nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Zahlen für die Monate Januar bis November kamen dagegen 2016 erheblich weniger Benutzer von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen ums Leben, der Rückgang liegt hier bei -15,7 Prozent.

Verkehrsunfälle gestiegen, weniger Todesopfer

Gleichzeitig stieg jedoch die Anzahl der Verkehrsunfälle insgesamt auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Mit rund 2,6 Millionen Verkehrsunfällen, die von der Polizei aufgenommen wurden, stieg diese Zahl um +2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zugenommen hat außerdem die Zahl der Todesopfer mit Fahrrädern und Pedelecs (+4,3 Prozent) sowie bei den Fahrern von Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (+8,5 Prozent).

Das höchste Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, besteht nach den Berechnungen der Statistiker in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit 59 respektive 55 Unfalltoten je 1 Million Einwohner. Aufgrund der Verkehrsinfrastruktur ist das Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen, in den Stadstaaten Berlin und Hamburg (jeweils 16 Tote je 1 Million Einwohner) sowie Bremen (19) am geringsten. Ein auffälliger Rückgang der Todesopfer ist in Baden-Württemberg (-16,1 Prozent) zu beobachten, während diese Zahl in den Flächenstaaten Saarland (+9,7 Prozent) und Schleswig Holstein (+6,5 Prozent) am deutlichsten anstieg. Eine detaillierte Analyse des Statistischen Bundesamtes wird für Juli 2017 erwartet.

Via tagesschau.de

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