Bauabnahme: DEKRA Experten bieten unabhängige Prüfung

Wer in eine Wohnimmobilie investiert, sollte sich bei der Bauabnahme unbedingt von externem Sachverstand unterstützen lassen, raten die Bauexperten von DEKRA. Sowohl beim Neubau als auch bei der Gebrauchtimmobilie helfen unabhängige Experten dabei, dass der Traum vom Eigenheim im Zeit- und Kostenrahmen bleibt.

Um den Kauf einer Gebrauchtimmobilie abzusichern, empfehlen DEKRA Experten ebenfalls eine Begehung durch einen Sachverständigen. Er prüft die wichtigsten Gewerke und Gebäudebestandteile. Foto: DEKRA

Empfehlenswert beim Neubau ist in der Regel die baubegleitende Prüfung der Immobilie. Ein neutraler Sachverständiger hilft dem Bauherrn, den Zeit- und Kostenrahmen des Projektes einzuhalten. DEKRA empfiehlt, nach festgelegten Bauabschnitten neutrale Checks durchzuführen. Werden Mängel rechtzeitig festgestellt und einvernehmlich beseitigt, werden Verzögerungen im Baufortschritt vermieden und das gibt dem Bauherrn und den ausführenden Firmen Sicherheit.

Zu spät erkannte Baumängel bremsen den Zeitplan und gefährden den Fertigstellungstermin. DEKRA rät zu sechs baubegleitenden Terminen.

  • Bodenplatte
  • Keller
  • Rohbau
  • Haustechnik Rohinstallation
  • Erweiterter Ausbau
  • Nach Baufertigstellung

Werden die hohen Anforderungen des umfangreichen Prüfprogrammes vollständig erfüllt, kann zudem das DEKRA Siegel für „Immobilienprüfung baubegleitend“ erworben werden.

In jedem Fall ist auch eine Luftdichtheitsprüfung nach dem Verfahren B zu empfehlen, da mit dieser Prüfung noch während der Bauphase Probleme aufgespürt und damit leicht und rechtzeitig behoben werden können. Werden Undichtigkeiten und Mängel nach Fertigstellung im Rahmen des Verfahrens A festgestellt, sind diese im Allgemeinen wesentlich aufwändiger zu beheben.

Bei Massivbauten können sich die Arbeiten über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die Bank fordert dann zuweilen für die Auszahlung eines Baudarlehens eine Dokumentation des Bautenstandes. Ein neutraler Sachverständiger dokumentiert in diesem Fall unabhängig und mit Fachkenntnis den tatsächlichen Ausführungsstand der Immobilie – das gilt bei Neubauten und auch bei Renovierungen. Diese Bautenstandsdokumentation kann dann zum Abgleich mit den Termin- oder Zahlungsplänen heran gezogen werden.

Um den Kauf einer Gebrauchtimmobilie abzusichern, empfehlen DEKRA Experten ebenfalls eine Begehung durch einen Sachverständigen. Er prüft die wichtigsten Gewerke und Gebäudebestandteile: Tischlerarbeiten, Holzarbeiten, Metallbauarbeiten, Bodenbelag- und Fliesenarbeiten, Maler-, Tapezier- und Lackierarbeiten, Sichtmauerwerk- und -betonoberflächen, Fassadenoberflächen, Tür- und Fensteroberflächen, Zimmerer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten sowie die Außenanlagen. Ganz wichtig: Auch die eletrotechnische und die Hausinstallation können durch Sachverständige überprüft werden. Bei Bestandsimmobilien lohnt sich ein ausführlicher Check auch vor Ablauf der Gewährleistungsfrist.

Via DEKRA

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