Beleuchtung: Falsches Licht am Arbeitsplatz macht krank

Mit der richtigen Beleuchtung am Arbeitsplatz steigen Produktivität und Wohlbefinden. Schon einfache Verbesserungen können helfen.

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz wirkt sich nachweislich positiv auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Foto: Pixabay

Licht und Farbe wirken sich weitreichend auf das menschliche Befinden aus. Die richtige Beleuchtung steigert nicht nur die Konzentration, sondern erhöht auch das Wohlbefinden und ist noch dazu gesund. In der Medizin ist die Lichttherapie daher heute eine gängige und akzeptierte Behandlungsmethode. Auch auf die sogenannte „innere Uhr“ hat das passende Licht einen entscheidenden Einfluss.

Eine Studie im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin untersuchte zum Beispiel akute und mittelfristige Effekte von blau-angereicherter Beleuchtung in den Morgen- und Abendstunden. Die Forscher fanden heraus, dass gezielte Lichtveränderungen am Morgen das Potenzial besitzen, Störungen der inneren Uhr zu kompensieren.

Die Beleuchtung hat nicht nur direkten Einfluss auf das Sehvermögen, sondern beeinflusst auch das vegetative Nervensystem sowie Parameter wie Blutdruck, Herzrate oder Hormonhaushalt. Demnach können Lichtintensität, Lichtverteilung und die sogenannte Lichttemperatur, also die Wellenlänge/Farbe der verwendeten Beleuchtung, einen biologischen Effekt auf Psyche, Verhalten und Physiologie ausüben.

Unmittelbarer Einfluss auf Körper und Geist

Konzentration und Aufmerksamkeit werden durch höhere Beleuchtungsstärken gesteigert und die Wahrnehmung verbessert. Die Leistungsbereitschaft des Menschen nimmt zu. Der Einfluss der Beleuchtung ist umso größer, je höher der Anteil der visuellen Anforderungen und je schwieriger die Sehaufgabe ist. Durch höhere Beleuchtungsstärken können die Fehler- sowie Unfallhäufigkeit gesenkt werden.

In diesem Zusammenhang sind auch die Arbeitgeber gefordert, eine möglichst optimale Arbeitsplatzbeleuchtung zu ermöglichen. Dabei „amortisieren“ sich entsprechende Investitionen durch die verbesserte Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter je nach Optimierung relativ schnell. Als optimal hat sich eine Kombination aus verschiedenen Beleuchtungsarten herausgestellt. Für die Grundhelligkeit im Raum empfiehlt sich eine blendfreie indirekte Beleuchtung. Soll der Arbeitsplatz direkt beleuchtet werden, sollte eine seitliche Lichtquelle gewählt und durch eine vom Mitarbeiter individuell justierbare Arbeitsplatzleuchte ergänzt werden. Wo immer es möglich ist, sollte außerdem das Tageslicht mit in das Beleuchtungskonzept einbezogen werden – eine Forderung, die sogar in der Arbeitsstättenverordnung enthalten ist.

Via t3n

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