Dacharbeiten: Sicherheit geht vor

Bei Dacharbeiten hat Sicherheit oberste Priorität. Ein kostenloser Ratgeber hilft bei Planung, Bau und Instandhaltung.

Arbeiten auf dem Dach kommen häufiger vor, als man allgemein annimmt. Und sie sind gefährlich. Foto: Pixabay

Dach- und Fassadenarbeiter haben einen lebensgefährlichen Beruf. Ein falscher Tritt kann genügen, um einen folgenschweren Unfall zu erleiden. Doch auch die bauliche Ausführung kann zu extremen Gefahren bei Dacharbeiten führen, wenn zum Beispiel wichtige Sicherheitseinrichtungen fehlen oder ungeeignetes Material verbaut wird. In einer Informationsbroschüre der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) werden diese Themen übersichtlich und verständlich behandelt.

Auf den ersten Blick mag es sich um ein Spezialistenthema handeln, doch die AUVA listet unter anderem einen Auszug von rund 30 Gewerken auf, die sporadisch oder regelmäßig auf Hausdächern unterwegs sein können. Hausbesitzer kennen diese wiederkehrenden erforderlichen Instandhaltungsarbeiten an Dach, Regenablauf und Kamin. Ob Reparaturen nach Unwettern, Reinigung oder Montage von Zusatz-Bauwerken wie Solarpanels oder Satellitenanlagen – Gründe, einem Haus „aufs Dach zu steigen“, gibt es genügend.

Nur Profis sollten aufs Dach

So berichtet die Broschüre, dass ein Großteil der Unfälle mit zum Teil tödlichem Umgang bei sogenannten atypischen Arbeiten geschehen. Personen, die mit Materialeigenschaften der Dachbedeckung nicht vertraut sind oder ohne Sicherungsmaßnahmen zum Beispiel bei schlechten Witterungsbedingungen Störungen beheben müssen, sind am meisten gefährdet.

Der erste wichtige Aspekt ist ein sicherer Zugang zum Dach sowie Steig- und Stehhilfen, die je nach Dachneigung unterschiedlich umfangreich gebaut werden müssen. Im gewerblichen Bereich sind außerdem zusätzliche Unfallverhütungsvorschriften wie eine Anseil-Sicherung zu berücksichtigen. Weiter gilt es, Gefahrenstellen wie Lichtkuppeln oder Dachfenster, die zum Beispiel bei hohem Schnee nicht erkennbar sind, entsprechend abzusichern. Letztlich, so der abschließende Ratschlag, ist eine ausreichende Erschließung des Bauwerks der beste Unfallschutz – wenn ausreichend Zufahrts- und Stellplätze verfügbar sind, um für Dacharbeiten einen Hubsteiger einzusetzen.

Die Informationsschrift steht unter dem folgenden Link kostenlos zum Download zur Verfügung.

Via AUVA

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