Fahrradfahrer: Verkehrsregeln werden oft missachtet

Speziell in Großstädten sind Fahrradfahrer, die Verkehrsregeln recht kreativ auslegen, eine alltägliche Erscheinung. Die Beachtung einiger Grundregeln könnte das ändern.

Anfang 2017 wurden etliche Verkehrsregeln für Fahrradfahrer geändert. Foto: Pixabay

Rotlichtverstöße, missachtete Vorfahrtsregeln und als Rennbahn missbrauchte Gehwege gehören zum gewohnten Straßenbild. Die Gründe hierfür sind vielschichtig – sei es Unkenntnis bestimmter Verkehrsregeln, mangelnde Sanktionierung seitens der Polizei oder auch schlichter Übermut. Eine Forsa-Studie belegt, dass immerhin 83 Prozent der deutschen Fahrradfahrer sich nicht immer an die Verkehrsregeln halten.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam DEKRA bei einer Umfrage unter Autofahrern, an der 1.600 Personen teilgenommen hatten. Darunter waren immerhin 42 Prozent, die häufig aufs Fahrrad stiegen, sowie weitere 47 Prozent, die zumindest gelegentlich mit dem Rad unterwegs waren. Insgesamt hatten die Befragten keine gute Meinung über das Verhältnis der Radler zur Straßenverkehrsordnung. Noch nicht einmal jeder Fünfte (18 Prozent) war der Meinung, dass sich Radfahrer im Allgemeinen an die Verkehrsregeln halten. Selbst von den Befragten, die oft Fahrrad fahren, teilt jeder Vierte (25 Prozent) diese Ansicht. 44 Prozent aller Befragten beklagen, dass Radfahrer öfter Fußgänger in Gefahr bringen.

Neue Gesetze für 2017

Einige Regeln, die einfach zu befolgen sind, könnten dabei bereits erhebliche Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit bringen. Auch aktuelle Gesetzesänderungen sollten beachtet werden, so sind zum Jahresbeginn 2017 einige neue Regeln für Fahrradfahrer eingeführt worden. Für sie gilt nun die Auto- statt der Fußgängerampel, außerdem ist es Eltern nun gestattet, gemeinsam mit ihren kleinen Kindern den Bürgersteig zu befahren. Für die Benutzer von Pedelecs ist nun die Radwegbenutzung erlaubt, wenn ein spezielles Schild dies gestattet.

In acht Beispielen weist die Stuttgarter Zeitung in einem Beitrag auf weit verbreitetes Fehlverhalten, aber auch auf aktuelle Regeln hin. Dazu gehört auch, das Fahrrad nach einer eventuellen Winterpause ausgiebig zu inspizieren und nötigenfalls technisch wieder auf sicheren Stand zu bringen. Auch die Tatsache, dass Fahrradfahrer ohne Helm bei Unfällen eine Teilschuld an ihren Verletzungen tragen müssen, wird dort thematisiert.

Via Stuttgarter Zeitung

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