Wasserstellen im Garten: Vorsicht, Gefahr!

Zum Start der Gartensaison empfiehlt sich ein kritischer Blick auf offene Wasserstellen, die für kleine Kinder schnell zur tödlichen Gefahr werden können.

Der Gartenteich – ein Klassiker in der Gartengestaltung. Offene Wasserstellen verdienen jedoch einen kritischen Blick, wenn Kinder im Haus sind. Foto: Pixabay

Jeder kennt es, wenn nicht vom eigenen Nachwuchs, dann doch zumindest aus der eigenen Kindheit: Wasser zieht Kinder immer magisch an. Der Zeitvertreib mit dem faszinierenden Nass ist jedoch speziell für kleine Kinder nicht ungefährlich, da sie bereits in geringen Wassertiefen ertrinken können.

Jetzt zum Frühjahrsbeginn sollten deshalb nicht nur Eltern einen genauen Blick auf den eigenen Garten werfen, um eventuell vorhandene Wasserstellen auf ihre Absicherung zu überprüfen. Denn auch Besucher mit kleinen Kindern sollen schließlich sicher sein. Dabei fällt nicht nur der klassische Gartenteich, sondern auch größere Vogeltränken, Wassertröge oder Regentonnen unter diese Definition der Wasserstellen.

Leises Ertrinken

Die Gefahr speziell für kleine Kinder, die man auch einmal mit eigentlich gutem Gewissen unbeaufsichtigt im Garten herumtollen lässt, ist auf ihren Entwicklungsstand zurückzuführen. Kleinkinder haben noch keine ausgeprägte Nackenmuskulatur. Fallen sie vornüber mit dem Kopf ins Wasser, haben sie oft keine Chance, ihn wieder zu heben. So können bereits niedrigste Wasserstände zur tödlichen Gefahr werden. Zudem ist das in Filmen gezeigte dramatische Ertrinken mit lautem Geschrei und verzweifeltem Planschen ein Mythos. Tatsächlich ertrinken Menschen leise und daher oft unbemerkt.

Aus diesem Grund sollten vor allem kleine Kinder bei vorhandenen Wasserstellen im Garten niemals alleine und unbeaufsichtigt spielen. Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. hat zu diesem Thema eine kurze Checkliste veröffentlicht:

  • Sichern Sie einen Gartenteich mit einem mindestens einen Meter hohen Zaun, dessen Latten eng beieinander stehen. Ein eventuell vorhandenes Tor muss so beschaffen sein, dass ein Kleinkind es nicht allein aufbekommt.
  • Sicherheit bietet auch ein knapp unter der Wasseroberfläche verankertes Teichgitter oder reißfestes Netz. Allerdings: Kinder unter drei Jahren können sich auch auf einem Teichgitter nicht hochstützen. Sie brauchen in einem Garten mit Wasserstellen immer Aufsicht!
  • Eine Vogeltränke sollte erhöht außerhalb der Reichweite von Kindern stehen.
  • Planschbecken müssen nach der Benutzung entweder abgedeckt oder geleert und umgedreht werden.

Via Das Sichere Haus

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