Sedric: Auto-Zukunft ohne Fahrer

Mit dem Konzeptauto Sedric stellt der Volkswagen-Konzern eine Vision für das Auto der Zukunft vor. Das autonome Elektrofahrzeug braucht keinen Fahrer mehr.

Das Konzeptauto Sedric wurde von mehreren Konzernmarken des Volkswagen-Konzerns gemeinsam entwickelt. Foto: VW

Nicht ohne Grund hat der Volkswagen-Konzern das Konzeptauto Sedric jüngst auf dem Autosalon in Shanghai vorgestellt. Die chinesische Millionen-Metropole ächzt unter dem Individualverkehr, die Zukunft in Chinas Megacities ist elektrisch. Zudem ist es nach „Dieselgate“ eine klar Flucht nach vorne, um positive Themen zu besetzen. Zum ersten Mal beteiligten sich alle Konzernmarken gemeinsam an einem Konzeptauto.

Leidenschaftliche Autofahrer werden sich vermutlich nicht besonders freuen, wenn Sedric Realität wird. Denn das autonom fahrende Elektroauto benötigt keinen Fahrer, es hat noch nicht einmal ein Cockpit. Stattdessen sitzen sich die Passagiere wie in der Straßenbahn gegenüber, während das Fahrzeug die Route eigenständig abfährt. Die Batterien sind im Fahrzeugboden untergebracht, alle wichtige Steuerelektronik in den kurzen Überhängen. Sedric soll sich über ein spezielles Bedienelement befehligen lassen, den „OneButton“, der das Fahrzeug herbeiruft und dem Passagier signalisiert, wann es eintrifft.

Carsharing mit Sprachsteuerung

Der Hintergedanke dabei ist, dass das Auto in der „Shared Mobility“-Zukunft eingesetzt wird, in der sich mehrere Nutzer ein Fahrzeug teilen. Eine komfortable Weiterentwicklung bereits heute angebotener Carsharing-Konzepte. Doch auch Menschen, die ein eigenes Fahrzeug besitzen möchten, sollen sich mit dem Konzept anfreunden, das in diesem Fall zum komfortablen Familienbutler wird. Gesteuert per Sprachbefehl oder Smartphone App fährt Sedric die Kinder zur Schule und anschließend die Eltern ins Büro, sucht selbstständig einen Parkplatz, sammelt bestellte Einkäufe ein, holt Besucher vom Bahnhof und den Sohn vom Sportplatz ab.

Dabei wird Wert darauf gelegt, dass sich das Fahrzeug extrem einfach bedienen lässt und so auch Menschen mit körperlichen Handicaps zu Diensetn sein kann, so ist zum Beispiel der „OneButton“ mit Vibrations-Feedback ausgestattet, damit Blinde den Wagen problemlos finden. Einmal eingestiegen, wird Sedric über Sprachbefehle gesteuert.

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