Unfallstatistik: Bund veröffentlicht Zahlen für 2015

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat jetzt die Unfallstatistik für 2015 veröffentlicht. Demnach gab es 24.578 Unfalltote.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Unfallstatistik für Deutschland veröffentlicht. Bild: Pixabay

Eine exakte Unfallstatistik zu erstellen ist schwierig und langwierig, deshalb veröffentlicht die BAuA solche Zahlen erst mit großem zeitlichen Abstand. Die nun im Sommer 2017 vorgestellten Zahlen für 2015 benennen alle in Deutschland verletzten oder tödlich verunglückten Unfallopfer. Das Problem dabei ist die nicht einheitliche Erfassung der Unfälle, da hierzu an verschiedenen Stellen Statistiken geführt und Daten teilweise doppelt gezählt werden. So zählt ein Autounfall auf dem Weg ins Büro sowohl als Verkehrs- als auch als Arbeitsunfall. Daher und durch die schwierige Ermittlung besonders von Unfällen im privaten Bereich handelt es sich bei den Zahlen um zum Teil geschätzte Daten, die aber näherungsweise die Situation  abbilden.

Tödliche Unfälle in der Freizeit

Die höchste Zahl an geschädigten Unfallopfern gab es demnach nicht im Verkehr, wie manche vermuten möchten. Dieser folgt erst auf Rang drei. Mit 3,89 Millionen Verletzten und 10.628 getöteten Unfallopfern steht der Freizeitbereich an erster Stelle. Auf Platz zwei folgen die häuslichen Unfälle mit 3,15 Millionen Verletzten und 9.816 Unfalltoten. Während das Risiko, bei einem Verkehrsunfall verletzt zu werden, unter allen Unfallarten am geringsten ist (rund 390.000 verletzte Personen in 2015), sind die Verletzungen in diesem Bereich jedoch oft so schwer, dass immerhin 3.633 Unfallopfer im Straßenverkehr ihr Leben verloren.

In der Todesursachenstatistik des Jahres 2015 werden 24.578 Unfalltote ausgewiesen. Das heißt, etwa 0,03 % der gesamten Wohnbevölkerung erlitten 2015 einen tödlichen Unfall. Das Gesamtvolumen wird auf 9,73 Mio. Unfälle im Jahr 2015 geschätzt. Entsprechend erlitten rund 12 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen eine Unfallverletzung.