Future-Lab: Innovations-Partnerschaft von DEKRA mit Fraunhofer-Instituten

Im neuen Future-Lab des Fraunhofer-Instituts engagiert sich DEKRA für innovative Arbeitsschutz-Konzepte im Zeitalter von Industrie 4.0.

Eröffnungsfeier für das „Future Work Lab“ des Fraunhofer-Instituts mit Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. DEKRA unterstützt hier künftig Entwicklungen zur Verhütung von Arbeitsunfällen. Foto: DEKRA

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vordenkerrolle für aktive Unfallprävention für Industrie 4.0
  • Arbeitsunfälle im Zusammenspiel Mensch-Maschine verhindern
  • DEKRA mit Exponat im „Future Work Lab“ in Stuttgart

Im Rahmen einer von DEKRA initiierten Innovations-Partnerschaft mit den Fraunhofer-Instituten IAO und IPA werden derzeit Verfahren entwickelt, um Arbeitsunfälle in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine zu verhindern. Ein erstes Exponat wurde jetzt bei der feierlichen Eröffnung des „Future Work Labs“ in Stuttgart im Beisein von Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, vorgestellt.

„Der Mensch ist nach wie vor die größte Gefahrenquelle in der Industrie, das gilt auch in der automatisierten Fertigung“, sagt DEKRA Vorstandsmitglied Ivo Rauh, verantwortlich für die Business Unit DEKRA Industrial. „Wir wollen neue Konzepte vorantreiben, sodass in Zukunft eine Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschinen gefahrlos möglich sein wird. Die Digitalisierung bietet hier bahnbrechende Möglichkeiten, um die aktive Unfallprävention nachhaltig zu verbessern.“

Innovations-Partnerschaft

Das Exponat wurde auf Initiative von DEKRA im Rahmen der Innovations-Partnerschaft vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart entwickelt. Am Beispiel einer Bandsäge wird gezeigt, dass eine Maschine in Echtzeit erkennt, wie sich der Bediener verhält und wie weit er von der Gefahrenquelle – hier dem Sägeblatt – entfernt ist. Bei unkontrollierten Bewegungen oder Annährungen kommt die Maschine zum Stillstand, bevor es zu einem Unfall kommen kann. Dafür ist die Hand des Bedieners mit einem Sensor bestückt.

Dieses Prinzip ist bei allen Maschinen anwendbar, bei denen Menschen von Hand Werkstücke oder Material zuführen. Das Ziel ist, dass zukünftig auch kompliziertere Anlagen am Verhalten des Menschen erkennen, ob dieser autorisiert und geschult ist, die Maschine zu bedienen. In einer automatisierten Fertigungsumgebung wären beispielsweise auch Wartungsmitarbeiter bei eigenen Fehlern geschützt.

Das „Future Work Lab“ entstand als Innovationslabor für Arbeit, Mensch und Technik unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO auf dem Forschungscampus in Stuttgart-Vaihingen. Das Fraunhofer IAO und IPA bündeln dort ihre Kompetenzen rund um die Industrie 4.0, um die Zukunft der Produktionsarbeit erlebbar zu machen.

Via DEKRA

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