Schnelle Hilfe bei traumatischen Erlebnissen

Mitarbeiter, die ein traumatisches Erlebnis am Arbeitsplatz hatten, sollen schnelle Hilfe erhalten. Das fordern DEKRA Experten und empfehlen, im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements notfallpsychologische Dienste einzurichten.

DEKRA unterstützt Unternehmen  etwa mit dem digitalen Dear-Employee-Verfahren zur psychischen Gefährdungsbeurteilung bei Mitarbeitern. Foto: iStock – nullplus

Nehmen Opfer von Arbeitsunfällen oder Kriminalität frühzeitig einen notfallpsychologischen Service in Anspruch, ist dies eine große Hilfe, damit sie nicht aus der Bahn geworfen werden.

„Übergriffe am Arbeitsplatz und Arbeitsunfälle können zu tiefen psychologischen Verletzungen führen – sei es, dass man selbst als Opfer betroffen ist, einen Unfall verursacht hat oder durch das Miterleben des Geschehens tangiert wird“, sagt Dr. Karin Müller, Leiterin des Bereichs „Menschen & Gesundheit“ bei DEKRA. „Bei rund 20 bis 30 Prozent der Betroffenen treten langfristige psychische Beschwerden wie zum Beispiel eine Posttraumatische Belastungsstörung auf, wenn keine fachgerechte Hilfe bereitgestellt wird“, ergänzt die Psychologin.

Traumatisches Erlebnis: Notfallpsychologen unterstützen

Unmittelbar nach einem psychisch belastenden Extremereignis können beim Menschen verschiedene Symptome auftreten – unter anderem Flashbacks, Schlafstörungen, Albträume, Hilflosigkeit, Selbstzweifel, Versagensängste, Stimmungsschwankungen oder erhöhter Alkohol- und Tabakkonsum. Notfallpsychologen unterstützen hier idealerweise, um diese Belastungsreaktionen zu lindern. Sie begleiten Betroffene auf dem weiteren Weg, falls die Symptome nach mehreren Tagen immer noch auftreten. Wenn die Beschwerden nach zwei Wochen nicht abklingen, sollte eine Anschlussbehandlung veranlasst werden.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Rettungs-, Ordnungs- und Sicherheitskräfte, Angestellte an Kassenarbeitsplätzen und in Sozialbehörden sowie Maschinenbediener und Berufskraftfahrer sind besonders gefährdet. Die Empfehlung: ein notfallpsychologischer Dienst im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Dabei unterstützt DEKRA Unternehmen bundesweit und liefert mit dem digitalen Dear-Employee-Verfahren zudem ein innovatives Werkzeug zur psychischen Gefährdungsbeurteilung bei Mitarbeitern.

 

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