Aus dem Zukunftslabor

Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung und mehr als 130.000 Patenten ist Philips einer der innovativsten Technikkonzerne der Welt. DEKRA solutions wirft einen Blick auf die Welt von morgen.

Zusammen mit Medizinern entwickelt Philips immer weiterführendere Geräte für die bildgebende Diagnose. (Bild: DEKRA)

Selten öffnen sich die Tore der acht Forschungsund Entwicklungslabore von Philips, die sich in Asien, Europa und Nordamerika befinden für Außenstehende. Ab und zu darf ein DEKRA Ingenieur hinein. Mit dem Prüf- und Zertifizierungsdienstleister besteht eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, denn es gibt ein gemeinsames Ziel: Sicherheit.

Auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert Philips, wie man es sonst nur von Apple oder Google kennt. An vielen Standorten heißt das Firmengelände Campus. Das Work Place Innovation Concept hat eine faszinierende und inspirierende Atmosphäre geschaffen, mit Breakout Areas, wo sich Menschen unterschiedlichster Abteilungen zum Austausch treffen, mit Focus Rooms, in die sich der Einzelne zum hochkonzentrierten Arbeiten zurückziehen kann. Die ausgeklügelte Beleuchtungstechnik, eine der Schlüsselkompetenzen des Konzernverbundes, synchronisiert sich intelligent gesteuert mit dem Tageslicht und den jeweiligen Anforderungen der Räume.

Philips Lighting sieht in der vernetzten und intelligenten Steuerung von Beleuchtungseinrichtungen ein riesiges Potenzial, zu Hause, im Verkehr und bei der Arbeit für mehr Sicherheit, Energieeffizienz und Komfort zu sorgen. Ein Beispiel ist die Smartroad in der Hamburger Hafencity mit intelligenter LED-Straßenbeleuchtung. Die ohnehin sehr sparsamen Laternen sind bei normalem Lkw-Verkehr nochmals auf 80 Prozent gedimmt, da die Fahrzeuge selbst ihre Fahrspur ausleuchten. Erkennen die Laternen jedoch einen Radfahrer, schalten sie auf volle Leistung und geleiten ihn so sicher ans Ziel. Die anderen Verkehrsteilnehmer erkennen die Situation von Weitem am helleren Spot.

Smart Cities werden mit intelligenter Steuerungssoftware die LED-Beleuchtung in Echtzeit an Verkehrsströme, Wettersituationen und den Tagesrhythmus anpassen. Wartungssituationen lokalisiert das System selbstständig. Überdies fungieren die vernetzten Straßenlaternen als WLANSpots und Zapfsäulen für Elektrofahrzeuge. An der Leistungsfähigkeit der LED-Technik zweifelt längst niemand mehr. Philips stattete unlängst die ersten Fußballstadien mit LED-Flutlicht aus. Den Forschern gelang es, die geforderte Lichtintensität absolut flackerfrei darzustellen – wichtig für die hochfrequenten Bildfolgen der Zeitlupenkameras.

In Gebäuden ermöglicht LED-Licht eine zur Tageszeit passende Steuerung der Lichtfarbe und -intensität, was dem Biorhythmus des Menschen entgegenkommt. Das sorgt für Wohlbefinden zu Hause und unterstützt die Konzentration bei der Arbeit. Auch auf die speziellen Ansprüche von Pflanzen lässt es sich anpassen. Das vereinfacht City Farming auf kleiner Fläche in mehreren Etagen ohne Pestizide und ermöglicht Gartenbau für Langzeitinstallationen im Weltall.

Die Philips-Forscher entdeckten zudem, dass sich blaue LEDs eignen, um Rückenbeschwerden zu lindern. Medizintechnik hat bei Royal Philips eine lange Tradition. „Wir wollen das größte Gesundheitsunternehmen der Welt werden“, sagt Unternehmenssprecher Sebastian Lindemann. Sein Kollege aus der Forschung, Dr. Karsten Sommer, ergänzt: „Wir betrachten dabei das gesamte Health Continuum vom gesunden Leben über Prophylaxe, Diagnose und Therapie bis hin zur Rehabilitation.“

In den USA bietet das Aging-Well-Programm von Philips bildschirmgestützte Rehamaßnahmen für zu Hause an. (Bild: DEKRA)

Auch hier geht es um intelligente Vernetzung: So können etwa Senioren mit Produkten aus dem Aging-Well-Programm ihre Fitness fördern und behalten per App mit smarten Diagnose-Tools wie Armbanduhren, Waagen, Thermometern und Blutdruckmessern ihre Gesundheit im Auge. Jeder kann selbst entscheiden, ob er diese wertvollen Daten mit seinem Arzt teilen möchte.

Der 30-jährige Physiker Sommer arbeitet überwiegend an Geräten der bildgebenden Diagnose für den Klinikbetrieb. „Wir arbeiten hier in Teams, treffen uns aber regelmäßig mit anderen Gruppen und stellen uns gegenseitig die Probleme vor, an denen wir gerade arbeiten, das inspiriert oft zu neuen Ideen.“ So empfindet er die Arbeitsatmosphäre bei Philips auf dem Hamburger Campus als eine noch kreativere Forschung, als er es von der Universität her kennt.

Wer sich bei Philips in Hamburg, im Headquarter für den deutschprachigen Raum, umsehen darf, kann ein Stück weit die Zukunft sehen – und nicht nur die der Arbeitswelt.

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