StreetScooter: Feinstaubfresser auf Tour

Emissionsfreie Fahrzeuge sind bereits unterwegs. Doch wie geht feinstaubfreies Fahren? Mann + Hummel macht es mit einem Feinstaubpartikelfilter vor und testet zusammen mit StreetScooter ein „völlig emissionsfreies“ Auto.

Mit dem Feinstaubpartikelfilter von Mann + Hummel ist der StreetScooter noch umweltfreundlicher. Foto: Mann + Hummel

Mit dem Feinstaubpartikelfilter von Mann + Hummel ist der StreetScooter noch umweltfreundlicher. Foto: Mann + Hummel

Fahrzeuge mit Elektroantrieb emittieren beim Fahren kein klimaschädigendes CO2. Aber wie bei den Kollegen mit Verbrennermotoren entsteht auch bei Elektrofahrzeugen Feinstaub. Schuld daran sind Reifen-, Brems- und Straßenabrieb – Gift für die Städte, die mit Umweltzonen die Feinstaubbelastungen zu reduzieren versuchen.

Feinstaubpartikelfilter von Mann + Hummel macht’s möglich

Mann + Hummel schickt sich an, das zu ändern. Das Unternehmen stellt jetzt erstmals zusammen mit der Deutschen Post DHL und deren Tochterunternehmen StreetScooter ein feinstaubneutralisiertes Elektrofahrzeug vor – den „Feinstaubfresser“. Ermöglicht wird das durch einen Feinstaubpartikelfilter, der heckseitig unter dem Fahrzeug verbaut ist. Der mit dem Partikelfilter ausgestattete StreetScooter kann somit etwa im deutschen Straßenverkehr seinen Partikelausstoß neutralisieren.

Nach Unternehmensangaben sind dabei jeweils hinter dem Filter Ventilatoren verbaut, die dem Filter Luft aus der Umgebung zuführen. Somit sind die Fahrzeuge auch im stehenden Betrieb in der Lage, Feinstaub aus der Umgebungsluft heraus zu filtern. Die dafür benötigte Energie von rund 300 Kilowatt zieht das System noch aus der Autobatterie, StreetScooter will allerdings künftige Fahrzeuge dafür mit Solarpanels ausstatten.

In fünf Testfahrzeuge wird der Feinstaubpartikelfilter eingebaut. Foto: Ilona Jüngst

In fünf Testfahrzeuge wird der Feinstaubpartikelfilter eingebaut. Foto: Ilona Jüngst

„Mit dem Einsatz von Feinstaubfiltern können wir die hervorragende Öko-Bilanz unserer StreetScooter ‎sogar noch einmal verbessern“, sagt Achim Kampker, Geschäftsführer der Post-Tochter StreetScooter, bei der Vorstellung der Fahrzeuge in Ludwigsburg. Die Filtermodule werden zunächst in fünf StreetScooter-Testfahrzeugen verbaut, die ab sofort in deutschen Innenstädten in Dienst gehen. Nach erfolgreichem Test ist ein serienmäßiger Einsatz des Feinstaubfilters möglich. Dann könnten mit dem StreetScooter die ersten quasi emissionsfreien Autos in Serie gehen.

Vollständig emissionsneutral sei das Fahrzeug bezogen auf die Gesamtbilanz im Fahrbetrieb. Das heißt:

kein Kohlendioxid (CO2),
kein Stickoxid (NOx),
kein Lärm,
kein Feinstaub.

Außerdem sind laut Mann + Hummel die neuen Feinstaubpartikelfilter mit Sensoren ausgerüstet, um die Effizienz der Systeme durch ein Online-Monitoring zu überprüfen.

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