DroneCatcher fängt unerwünschte Drohnen ab

Drohnen sind in, dürfen aber nicht überall fliegen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss künftig damit rechnen, dass sein Multicopter einkassiert wird.

DroneCatcher fängt unerwünschte Drohnen ab

Ins Netz gegangen: Ein DroneCatcher-Prototyp schnappt sich eine Drohne. (Foto: Delft Dynamics)

Feuer frei! Aus einer Art Kanone schießt ein Netz heraus. Es wickelt sich um die anvisierte Drohne, sie geht zu Boden. Treffer. Bei dem, was hier in einem Video von Delft Dynamics zu sehen ist, handelt es sich zwar noch um einen Test. Doch der DroneCatcher könnte schon bald in Serie gehen. Dann würde das Fluggerät, selbst ein Multicopter, Jagd machen auf unerwünschte Drohnen. Nicht etwa aus Spaß, denn für Drohnen gelten gesetzliche Bestimmungen. Beispielsweise sind alle gewerblich genutzten Geräte genehmigungspflichtig. Wiegt ein Multicopter mehr als fünf Kilogramm, handelt es sich um ein unbemanntes Flugsystem, das nur mit behördlicher Aufstiegsgenehmigung an den Start gehen darf. Außerdem gibt es Flugverbotszonen – zum Beispiel im Umkreis von 1,5 Kilometern um Flughäfen, über Atomkraftwerken oder Industrieanlagen.

Neben dem DroneCatcher, den Delft Dynamics unter anderem im Auftrag des niederländischen Justizministeriums entwickelt hat, arbeiten weitere Firmen und Institutionen weltweit an ähnlichen Sicherheits-Fluggeräten. Die Variante der Technischen Universität Michigan zum Beispiel befördert die ins Visier genommene Drohne nicht zu Boden, sondern fängt sie ein und transportiert sie ab:

Mehr lesen: Multicopter sind wie digitale Hummeln