Zukunftsvisionen: Das Leben im Jahr 2030

Forscher der US-amerikanischen Universität Stanford wollen in den kommenden 100 Jahren in regelmäßigen Abständen Visionen über das zukünftige Leben darstellen. Der Fokus soll auf der Entwicklung der künstlichen Intelligenz liegen.

 

Bild: DEKRA

In den folgenden Bereichen sehen die Forscher große Veränderungen:

Verkehr

Selbstfahrende Autos und LKWs werden das Straßenbild prägen. Der Verkehr wird dadurch sicherer und es kommen weniger Verkehrsteilnehmer ums Leben. Drohnen werden die Menschheit mit Waren aus der Luft versorgen – Amazon beginnt damit schon heute.

Zuhause

Wohnungsroboter werden manche Tätigkeiten zuhause selbst erledigen. Da die Aufgaben im Haushalt aber sehr komplex und die Roboter teuer sind, wird die Veränderung in diesem Bereich eher langsam vorangehen.

Gesundheit

Apps und Fitness-Armbänder werden die Daten der Nutzer noch besser erfassen und frühzeitig warnen, sollte etwas nicht in Ordnung sein. Auch bei der Früherkennung von Krankheiten werden die mobilen Begleiter eine große Rolle spielen. Bei schwierigen Operationen können Roboter den Ärzten assistieren. Intelligente Geräte können Senioren oder Behinderten helfen, selbstständiger zu leben.

Bildung

Mit Lernprogrammen wird der Lernfortschritt von Schülern erfasst und individuell angepasst. Auch an Kindergärten oder Universitäten wird vermehrt auf digitale Lerninhalte gesetzt.

Öffentliche Sicherheit

Intelligente Software soll Kreditkartenbetrug verhindern, wichtige Netzwerke werden besser abgeschirmt.

Arbeitsmarkt

Roboter ersetzen den Menschen in vielen Bereichen des Arbeitslebens. Das Wirtschaftsmodell wird sich durch künstliche Intelligenz verändern – die Forscher halten in Zukunft ein bedingungsloses Grundeinkommen für möglich.

Unterhaltung

Der Siegeszug der digitalen Entertainment-Geräte wird unaufhörlich weitergehen.

Die Forscher halten es für wichtig, dass der Einsatz von Robotern im Alltag streng reguliert werden muss. Dabei sollte die Bevölkerung involviert werden – nur so wächst die Akzeptanz für künstliche Intelligenz bei den Bürgern. Die Gesetze werden auch für Haftungsfragen rund um Roboter benötigt.

Für alle, denen der technische Fortschritt und die Vision für das Jahr 2030 Angst machen, hat die Universität Stanford noch eine beruhigende Nachricht: Derzeit und in naher Zukunft wird es keine Maschine geben, die intelligenter als der Mensch ist.

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